Rissige Hände im Winter: Ursachen & Hilfe

Rissige Hände im Winter: Ursachen & Hilfe

Rissige Hände im Winter: Ursachen und was wirklich hilft

Kaum wird es draußen kälter, merken es viele an ihren Händen zuerst: Die Haut spannt, wird rau, an den Fingerknöcheln oder Nagelrändern bilden sich kleine, manchmal schmerzhafte Risse. Rissige Hände im Winter sind ein weitverbreitetes Phänomen – und dahinter steckt ein gut erforschter physiologischer Mechanismus, kein Zufall.

Die Haut als Barriere: Was im Winter wirklich passiert

Die oberste Hautschicht, die Hornschicht (Stratum corneum), hat eine zentrale Aufgabe: Sie hält Feuchtigkeit im Körper zurück und schützt gleichzeitig vor äußeren Einflüssen. Wie gut ihr das gelingt, lässt sich messen – über den sogenannten transepidermalen Wasserverlust (TEWL), also die Menge an Wasserdampf, die kontinuierlich durch die Haut nach außen entweicht. Ein erhöhter TEWL-Wert gilt in der dermatologischen Forschung als zuverlässiger Indikator für eine geschwächte Hautbarriere. [1]

Genau dieser Wert steigt im Winter messbar an. Eine systematische Übersichtsarbeit zu Umwelteinflüssen auf den TEWL fasst zusammen, dass kalte, trockene Luft sowie beheizte Innenräume mit niedriger Luftfeuchtigkeit die Hautbarriere nachweislich stärker belasten als warme, feuchte Bedingungen. [1] Die Haut verliert also im Winter buchstäblich mehr Wasser, als sie kompensieren kann.

Ursachen im Detail

Kalte Außenluft und trockene Heizungsluft. Niedrige Temperaturen in Kombination mit geringer relativer Luftfeuchtigkeit – wie sie sowohl draußen im Winter als auch in beheizten Räumen herrschen – begünstigen einen erhöhten Wasserverlust über die Haut. [1] Die Hände sind davon besonders betroffen, da sie meist ungeschützt der Kälte ausgesetzt sind.

Häufiges Waschen mit heißem statt lauwarmem Wasser. Eine kontrollierte Studie an 50 gesunden Erwachsenen konnte zeigen, dass Kontakt mit heißem Wasser den TEWL-Wert der Haut deutlich stärker erhöht als der Kontakt mit kaltem Wasser (Anstieg von 25,75 auf 58,58 g·h⁻¹·m⁻² bei Hitzeeinwirkung, gegenüber einem moderateren Anstieg auf 34,96 g·h⁻¹·m⁻² bei Kälteeinwirkung), die Haut verliert tatsächlich bei sehr warmen Wasser deutliche mehr Feuchtigkeit, überrascht aber bewiesen. [2] Auch der Haut-pH-Wert und Anzeichen von Hautrötung nahmen nach heißem Wasserkontakt zu. Gerade im Winter, wenn heißes Wasser besonders verlockend erscheint, ist das ein relevanter, oft unterschätzter Faktor.

Häufiges Händewaschen und beruflich bedingte Feuchtarbeit. Berufsgruppen mit häufigem Wasser-, Seifen- oder Desinfektionsmittelkontakt – etwa im Gesundheitswesen oder in der Reinigung – zeigen in Untersuchungen zur Hautphysiologie am Arbeitsplatz eine deutlich erhöhte Belastung der Hautbarriere. [3] Diese Belastung kommt im Winter zu den ohnehin schon erschwerten klimatischen Bedingungen noch hinzu.

Natürlich geringere Talgproduktion an den Händen. Die Haut an Handrücken und Fingern verfügt über vergleichsweise wenige Talgdrüsen. Sie kann sich also von Natur aus schlechter selbst rückfetten als etwa die Gesichtshaut – ein Nachteil, der sich bei winterlicher Belastung besonders bemerkbar macht.

Die typischen Anzeichen

Rissige Hände kündigen sich meist schleichend an:

1.       Ein Spannungsgefühl, besonders nach dem Händewaschen

2.       Raue, schuppige Stellen, oft an den Fingerknöcheln

3.       Rötungen und Juckreiz

4.       Kleine, teils schmerzhafte Risse – häufig dort, wo die Haut am meisten beansprucht wird

Werden diese ersten Signale ignoriert, können die Risse tiefer werden und sich entzünden.

Was die Studienlage zu wirksamer Pflege sagt

Die gute Nachricht: Die regelmäßige Anwendung intensiv rückfettender Cremes (sogenannter Emollientien) ist eine der am besten belegten Maßnahmen zur Unterstützung der Hautbarriere. Eine Cochrane-Übersichtsarbeit, die 77 randomisiert-kontrollierte Studien mit über 6.600 Teilnehmenden auswertete, zeigt: Regelmäßige Feuchtigkeitspflege führte im Vergleich zu keiner Pflege zu einer deutlichen Verbesserung der Hautsymptome sowie zu selteneren und langsamer auftretenden Hautschüben. [4]

Übertragen auf rissige Hände im Winter bedeutet das: Konsequente, regelmäßige Pflege ist keine reine Wohlfühlmaßnahme, sondern eine Maßnahme mit belastbarer wissenschaftlicher Grundlage.

Praktische Tipps für den Alltag

1. Reichhaltig statt sparsam eincremen. Im Winter braucht die Haut deutlich mehr Fett und Feuchtigkeit als im Sommer, um den erhöhten Wasserverlust auszugleichen.

2. Nach jedem Händewaschen eincremen. Die Haut regeneriert sich am besten, wenn sie direkt nach Wasserkontakt wieder rückgefettet wird. Ein kleiner Tipp: eine Tube am Waschbecken griffbereit haben.

3. Lauwarm statt heiß waschen. Wie die oben genannte Studie zeigt, belastet heißes Wasser die Hautbarriere spürbar stärker als kühleres Wasser – ein einfacher, aber wirksamer Hebel. [2]

4. Handschuhe im Freien tragen. Kälte und Wind wirken direkt auf ungeschützte Haut ein. Handschuhe reduzieren diese Belastung von vornherein.

5. Für Luftfeuchtigkeit in Innenräumen sorgen. Ein Luftbefeuchter oder regelmäßiges Lüften mildern die austrocknende Wirkung trockener Heizungsluft.

Wann zum Arzt oder Apothekerin?

Die meisten Fälle rissiger Hände lassen sich gut mit konsequenter Pflege in den Griff bekommen. Wenn Risse jedoch bluten, sich entzünden, nässen oder trotz Pflege nicht abheilen, sollte das ärztlich oder in der Apotheke abgeklärt werden – dahinter kann auch eine andere Hautproblematik wie ein chronisches Handekzem stecken.

Konsequente Pflege als Schlüssel

Der wichtigste Faktor bei rissigen Händen ist Konsequenz: lieber mehrmals täglich eine dünne Schicht auftragen als einmal viel und dann tagelang nichts – genau das legt auch die Studienlage zu Emollientien nahe. [4] LINOSAN® Creme wurde für diesen Zweck entwickelt: Sie versorgt die Haut mit hautähnlichen Lipiden und Feuchtigkeit und bildet eine Schutzbarriere gegen den Verlust der hauteigenen Feuchtigkeit, ganz ohne Parfüm, Parabene, Alkohol oder Silikonöle. Sie ist damit besonders als „Winter-Handcreme“ geeignet.

Wer unsicher ist, ob die Creme zur eigenen Haut passt und LINOSAN® noch nicht kennt, kann sie unverbindlich über das kostenlose Muster testen.

Quellen

[1] Ferrari, F. et al.: Transepidermal water loss (TEWL): Environment and pollution — A systematic review. NCBI PMC. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC9168018/

[2] Impact of Water Exposure and Temperature Changes on Skin Barrier Function. NCBI PMC. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8778033/

[3] Jansen van Rensburg, S. et al. (2019): Measurement of transepidermal water loss, stratum corneum hydration and skin surface pH in occupational settings: A review. Skin Research and Technology, Wiley Online Library. https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/srt.12711

[4] van Zuuren, E.J. et al. (2017): Emollients and moisturizers for eczema: abridged Cochrane systematic review including GRADE assessments. British Journal of Dermatology / PubMed. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28432721/

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