Linosan-Geschichte(n)
Ursprung der LINOSAN® Salbe
In den 50er Jahren der DDR wurde eine Salbe entwickelt, die stark beanspruchte, trockene, rissige Haut bestmöglich pflegen soll und auch bei Ekzemen wirksam ist. Ihr Name: LINOSAN® Salbe, welche so aussah, wie auf dem rekonstruierten Foto links. LINOSAN® hieß früher "Salbe" und wurde mit dem Zusatz "Vitamin F", welcher für "ungesättigte Fettsäuren" aus dem Maiskeimöl, dem wesentlichen Wirkprinzip der Salbe, stand.
Trotz zum Teil limitiertem Zugang zu hochwertigen Rohstoffen, gelang es den Entwicklern ein hochwertiges und wirksames Produkt mit nur wenigen Inhaltsstoffen zu erschaffen, dass bis heute seinem Ruf gerecht wird.
VEBs und Pharma Kombinate
In der DDR gab es einige volkseigene Betriebe (VEBs), ein wichtiger war VEB Philopharm in Quedlinburg, das zum pharmazeutischen Kombinat GERMED in Dresden gehörte. Jeder VEB hatte seine besonderen Herstellkompetenzen. VEB Philopharm war auf Arznei- und Pflegemittel für die Haut spezialisiert.
LINOSAN® wurde im Betriebsteil (BT) der Philomed, bei PHARMASAN in Halle an der Saale hergestellt und hatte bis Anfang der 90er Jahre den Status eines rezeptfreien dermatologischen Arzneimittels.
Linosan im Laufe der Jahre...
In den 90er Jahren wurden für viel alte Arzneimittel, welchen aus der Bundesrepublik und der DDR stammten, zur Steigerung der Arzneimittelsicherheit sehr umfangreiche Unterlagen nachgefordert. Die Unterlagen sollten Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit der Produkte belegen.
Der Nachweis der arzneilichen Wirksamkeit, unter Vorlage von teuren klinischen Prüfungen, war hier die größte Hürde, die viele Produkte aus "beiden Deutschlands" nicht erfüllen konnten. Linosan® wurde rechtlich in ein hochwertiges Apotheken-Kosmetikum umgewandelt und die Rezeptur wurde, unter Beibehaltung der Eigenschaften modernisiert.