Rissige Haut

Rissige Haut

Rissige Haut: Warum sie entsteht – und was ihr wirklich guttut

Spröde Fingerkuppen im Winter, aufgerissene Fersen, juckende rote Stellen an Unterschenkeln und Händen: Rissige Haut ist nicht nur unangenehm, sondern oft auch schmerzhaft. Die gute Nachricht: Wenn man versteht, was in der Haut passiert, wird auch klar, welche Art von Pflege wirklich hilft – und welche nur kurz glättet.

Was rissige Haut eigentlich ist

Unsere äußerste Hautschicht, die Hornschicht, funktioniert wie eine Ziegelmauer: Hautzellen sind die Ziegel, eine dünne Schicht aus hauteigenen Fetten ist der Mörtel. Dieser Fett-Mörtel hält zwei Dinge in Schach – er sorgt dafür, dass Feuchtigkeit in der Haut bleibt, und dass Kälte, Reinigungsmittel oder Bakterien nicht eindringen.

Rissige Haut entsteht immer dann, wenn dieser Mörtel brüchig wird. Die Haut verliert dann mehr Wasser, als sie nachliefern kann, die Hornzellen schrumpfen und verlieren ihre Elastizität. Wird die Belastung zu groß, reißt die Haut einfach auf – oft in feinen, netzartigen Mustern, manchmal auch in tiefen, schmerzhaften Fissuren, die bis ins Bindegewebe reichen und sogar bluten können.

Die häufigsten Auslöser

Kälte und Heizungsluft: Im Winter kommt alles zusammen – kalte Außenluft, trockene Heizungsluft und Temperaturwechsel. Die Haut verliert dadurch schneller Feuchtigkeit, als sie nachbilden kann. Hände, Gesicht und Unterschenkel sind am stärksten betroffen.

Zu heißes oder zu häufiges Waschen: Lange, heiße Duschen und aggressive Seifen waschen genau jene Fette aus der Haut, die sie eigentlich schützen sollen. Auch ständiges Händewaschen oder Desinfizieren – etwa im Pflegeberuf oder in der Gastronomie – hinterlässt Spuren.

Alter: Ab etwa 60 Jahren produziert die Haut deutlich weniger Talg, und die natürlichen Feuchthaltestoffe werden weniger. Viele Menschen kennen das als trockene, schuppige Unterschenkel im Winter – Dermatologen sprechen dann vom „Austrocknungsekzem".

Mechanische und chemische Belastung: Handwerk, Putzarbeiten, Kontakt mit Reinigungsmitteln oder auch einfach viel Papier in den Händen – all das strapaziert die Hautbarriere. Bestimmte Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte gehen ebenfalls mit ausgeprägter Trockenheit und Rissen einher.

Warum Creme nicht gleich Creme ist

Wenn die Haut rissig wird, greifen viele reflexartig zu irgendeiner Feuchtigkeitscreme. Das Problem: Reine Wasser-Cremes, wie sie oft im Sommer angenehm sind, reichen bei wirklich rissiger Haut nicht aus. Das Wasser verdunstet, und die Haut fühlt sich nach kurzer Zeit sogar trockener an als vorher.

Was rissige Haut wirklich braucht, ist zweierlei: Fette, die die Lücken im Hautmörtel füllen, und einen schützenden Film, der verhindert, dass die Haut weiter austrocknet. Genau nach diesem Prinzip sind klassische Heilsalben aufgebaut – darunter auch die LINOSAN® Creme.

Was drin ist – und warum es wirkt

Ein Blick auf die Zusammensetzung der LINOSAN® Creme zeigt, was eine klassische, gut durchdachte Pflege für rissige Haut ausmacht:

Maiskeimöl (11 %) – der eigentliche Wirkstoff. Maiskeimöl ist besonders reich an Linolsäure, einer ungesättigten Omega-6-Fettsäure. Und Linolsäure ist für die Haut kein beliebiger Inhaltsstoff, sondern ein Baustein, den sie dringend braucht: Der Körper kann sie nicht selbst herstellen – sie muss von außen zugeführt werden, über die Nahrung oder über die Haut selbst. In der Haut ist Linolsäure zentraler Bestandteil der sogenannten Ceramide, also genau jener Fette, die den „Mörtel" in der Hautbarriere bilden. Einfach gesagt: Wo Linolsäure fehlt, wird die Barriere porös. Untersuchungen zeigen, dass die äußere Anwendung von linolsäurereichen Pflanzenölen die Hautbarriere nachweisbar reparieren und den Wasserverlust reduzieren kann. Zusätzlich bringt Maiskeimöl von Natur aus Vitamin E mit, das die empfindlichen Hautfette vor oxidativem Stress schützt.

Wollwachs (Lanolin) – der Hautverwandte. Lanolin ist eines der wenigen natürlichen Fette, die dem hauteigenen Talg in ihrer Zusammensetzung sehr nahe kommen. Es wird deshalb besonders gut aufgenommen und wirkt wie ein natürlicher Weichmacher. Lanolin kann zudem das Vielfache seines Eigengewichts an Wasser binden und sorgt so dafür, dass Feuchtigkeit in den oberen Hautschichten gehalten wird.

Paraffine (Hartparaffin, flüssiges Paraffin) – der Schutzfilm. Paraffine sind reine, rückstandsfrei wirkende Kohlenwasserstoffe, die auf der Haut einen feinen, atmungsaktiven Schutzfilm bilden. Dieser Film macht genau das, was rissige Haut braucht: Er bremst den Wasserverlust spürbar aus und gibt der angegriffenen Haut Ruhe, sich selbst zu regenerieren. In der dermatologischen Praxis gelten solche okklusiven Fettgrundlagen als besonders wirksam bei sehr trockener, rissiger Haut.

Cetylstearylalkohol. Klingt nach Alkohol, ist aber keiner im klassischen Sinn – dieser Fettalkohol trocknet die Haut nicht aus, sondern sorgt für die cremige Textur und unterstützt die weichmachende Wirkung der Pflege.

Dieses Zusammenspiel macht aus der Creme eine Pflege, die sich an den Grundprinzipien der dermatologischen Hautpflege orientiert: Fehlende Hautfette zuführen, die Barriere verstärken und den Wasserverlust reduzieren. Anders als viele moderne Formulierungen verzichtet die Creme bewusst auf scharfe Zusatzstoffe, Duftstoffe und Farbstoffe – ein Pluspunkt gerade für empfindliche, vorgeschädigte Haut.

Wie Sie Ihre Haut im Alltag unterstützen

Die beste Pflege kann nur so gut wirken, wie die Alltagsgewohnheiten es zulassen. Einige einfache Anpassungen machen einen großen Unterschied:

Duschen Sie lauwarm statt heiß – fünf bis zehn Minuten reichen völlig. Verwenden Sie milde, rückfettende Waschlotionen anstelle klassischer Seifen. Tupfen Sie die Haut nach dem Waschen nur ab, anstatt sie trocken zu rubbeln. Tragen Sie die Pflege am besten auf die noch leicht feuchte Haut auf – so wird die enthaltene Feuchtigkeit unter dem Pflegefilm „eingeschlossen". Bei sehr rissigen Stellen wie Fersen oder Händen lohnt sich eine dickere Schicht über Nacht, idealerweise unter Baumwollsocken oder -handschuhen. Im Winter hilft zusätzlich ein Luftbefeuchter im Schlafzimmer.

Wichtig: Die Hornschicht braucht rund vier Wochen, um sich komplett zu erneuern. Wer konsequent pflegt, sieht erste Verbesserungen meist schon nach wenigen Tagen – für ein stabiles Ergebnis sollten Sie der neuen Routine aber mindestens diese vier Wochen Zeit geben.

Wann zum Arzt?

Bei tiefen, blutenden Rissen, die nicht abheilen, bei Anzeichen einer Infektion (starke Rötung, Wärme, Eiter, Fieber) oder wenn sich die Haut trotz konsequenter Pflege nicht beruhigt, sollten Sie dermatologischen Rat einholen. Auch bei bekannten Grunderkrankungen wie Diabetes, Neurodermitis oder Schuppenflechte gehört die Behandlung rissiger Haut in fachliche Hände.

Fazit

Rissige Haut ist ein Hilferuf der Hautbarriere. Sie sagt: Mir fehlen Fette, und ich verliere zu viel Wasser. Eine Pflege, die genau dort ansetzt – mit linolsäurereichem Maiskeimöl als Wirkstoff, hautverwandtem Lanolin und einem schützenden Paraffinfilm – arbeitet nicht gegen die Haut, sondern mit ihr. Kombiniert mit sanften Waschgewohnheiten und etwas Geduld lässt sich so auch hartnäckig rissige Haut wieder in Balance bringen.


Quellen und weiterführende Literatur

  1. Lin TK, Zhong L, Santiago JL. The Role of Linoleic Acid in Skin and Hair Health: A Review. International Journal of Molecular Sciences, 2024 (PMC11719646).
  2. Sethi A, Kaur T, Malhotra SK, Gambhir ML. Xeroderma (trockene Haut) – Ursachen und Behandlung. StatPearls, National Center for Biotechnology Information (NIH), 2023.
  3. Oakley A. Dry Skin (Xeroderma): Causes, Treatments, and More. DermNet NZ, aktualisiert 2024.
  4. del Rosso JQ, Levin J. The Clinical Relevance of Maintaining the Functional Integrity of the Stratum Corneum in both Healthy and Disease-affected Skin. Journal of Clinical and Aesthetic Dermatology (PMC3175800).

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Beratung. Bei anhaltenden Hautproblemen, tiefen Rissen oder Anzeichen einer Infektion wenden Sie sich bitte an eine Hautärztin oder einen Hautarzt.

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